Cicero - De officiis

Ein Blog mit einer (leider noch nicht vollständigen) Übersetzung der Aschendorff-Ausgabe von Ciceros "De officiis" DIESE SEITE BEFINDET SICH NOCH IM AUFBAU!!!

26 Juni, 2005

61

(61) Man muss aber erkennen, dass, weil vier Arten in Aussicht gestellt waren, aus denen Tugend und rechtes Handeln entspringt, am glanzvollsten scheint, was von einem großartigen und erhabenen und auf die Menschen herabblickenden Geist gemacht wurde. Deshalb fällt das bei Schmähungen am meisten ins Auge, wenn man etwas solches sagen kann:

„Ihr Jungen nämlich habt einen weibischen Geist, jenes Mädchen den eines Mannes.“

und wenn etwas derartiges:

„Salmacides, Beute ohne Schweiß und Blut.“

ganz anders preisen wir bei Lobreden Taten, die von einem großartigen Geist stark und vortrefflich getan worden sind, irgendwie mit vollerem Tone. Daher (kommt) das Feld der Redelehrer über M., S., P., T., daher unser C., die D., Cn. und P. Scipio, daher M. Marcellus, unzählbar viele andere, und am meisten ragt das römische Volk selbst durch Seelengröße hervor. Deutlich gemacht wird aber das Streben nach Kriegsruhm dadurch, dass wir auch die Statuen, beinahe immer militärisch ausgestattet sehen.