Cicero - De officiis

Ein Blog mit einer (leider noch nicht vollständigen) Übersetzung der Aschendorff-Ausgabe von Ciceros "De officiis" DIESE SEITE BEFINDET SICH NOCH IM AUFBAU!!!

26 Juni, 2005

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(9) Dreifach also ist die Überlegung, wie es Panaetius scheint. Denn bezweifelt man nicht, ob dies was man betrachtet entweder ehrlich getan ist oder schändlich? Bei der Überlegung wird die Seele oft in gegensätzliche Ansichten geteilt. Dann überprüft sie entweder oder überlegt gründlich, ob dies zur Bequemlichkeit und Annehmlichkeit der Lebens, zu Mitteln und Möglichkeiten, zu Reichtum, zu Macht beiträgt, damit sie sowohl sich als auch den ihrigen helfen kann, und nicht, wie diese zu dem beitragen worüber sie nachdenkt. Diese Überlegung fällt in das Gebiet des Nutzens. Die dritte Art des Zweifelns liegt vor, wenn der Sittlichkeit zu widersprechen scheint, was nützlich zu sein scheint. Weil nämlich der Nutzen an sich zu reißen scheint, die Sittlichkeit in sich zurückzurufen scheint, geschieht es, dass sie getrennt wird, dass der Geist beim Bedenken in verschiedene Richtungen gelenkt wird und zu einer zweischneidigen Überlegung beiträgt.