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(5) Nun ist dies freilich die Fragestellung aller Philosophen. Wer nämlich wagte sich einen Philosophen zu nennen, ohne die Lehre vom pflichgemäßen Handeln zu lehren? Aber es gibt einige Lehren, die alles pflichtgemäße Handeln durch ihre Bestimmungen des höchsten Guts und höchsten Übels auf den Kopf stellen. Denn wer das höchste Gut so definiert, dass es keine Verbindung zur Tugend hat,und dies zu seinen Gunsten, beurteilt nicht nach Ehrenhaftigkeit, der, wenn er mit sich selbst übereinstimmte und nicht manchmal von der Güte seiner Väter überwältigt wird, weder Freundschaft pflegen kann noch Gerechtigkeit noch Freizügigkeit; tapfer aber kann auf keine Weise sein, wer den Schmerz als höchstes Übel beurteilt, oder maßvoll, wer die Lust als das höchste Gut betrachtet.

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